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Fast 40 Kilometer Naherholung und Fahrradtourismus pur.

Der PanoramaRadweg Niederbergbahn

Der PanoramaRadweg Niederbergbahn geht zurück auf eine stillgelegte und eingleisig ausgestaltete Bahntrasse, die in den zwanziger Jahren des frühen zwanzigsten Jahrhunderts entstand. Sie verband die Städte Oberdüssel – Wülfrath – Velbert – Heiligenhaus und Kettwig-Stausee. Nach mehreren Baupausen, die auch durch den ersten Weltkrieg verursacht wurden, wurde die Strecke im Jahr 1926 eröffnet. Auf dem Gebiet der Stadt Heiligenhaus hat die Bahntrasse eine Länge von etwa 7,5 Kilometern. Wegen Unrentabilität wurde der Personenzugverkehr jedoch bereits im Jahr 1960 wieder eingestellt. Die Gleise zwischen Heiligenhaus-Bahnhof und Essen-Kettwig wurden damals wieder entfernt. Im Jahre 1996 wurde auch der Güterverkehr zwischen Heiligenhaus und Velbert eingestellt. Weite Teile der ehemaligen Trasse verfielen in einen Dornröschenschlaf. Nur Teilbereiche wurden in den achtziger Jahren als Spazier- und Wanderweg freigegeben. Während kleinere Brücken durchaus bewandert werden konnten, wurden die beiden großen Viadukte mit Zäunen gesichert und trotzten über Jahrzehnte hinweg den Unbilden der Witterung und dem Bewuchs mit Pflanzen, Büschen und Bäumen. Immer wieder gab es Überlegungen die Bahntrasse zu reaktivieren, doch viele Vorhaben scheiterten an den zu erwartenden hohen Investitionskosten. Zudem schien eine eingleisig ausgeführte Strecke nicht wirtschaftlich zu sein.

Bahnsteig Heiligenhaus historisches Schwarzweiss-Foto

Die Bahntrasse geriet insgesamt immer mehr in Vergessenheit, bis sich die Gelegenheit bot von einem Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen zu partizipieren. Auf der alten Eisenbahnstrecke entstand somit der PanoramaRadweg Niederbergbahn in mehreren Abschnitten. Die drei Städte Heiligenhaus, Velbert, Wülfrath und der Kreis Mettmann stellten seinerzeit auf Grundlage einer gemeinsamen Planung und eines Corporate Design einen Förderantrag im Rahmen des Programms „Alleenradwege“ bei der Bezirksregierung in Düsseldorf.

Auf Grundlage dieses Antrags wurde der PanoramaRadweg Niederbergbahn als erster Radweg aus dem Förderprogramm Alleenradwege in NRW mit 75 Prozent gefördert. Durch die Förderung sollten insbesondere die einzigartigen Brückenbauwerke und der Bahndamm in Ihrer Substanz erhalten werden. Zusätzlich ermöglichte diese Förderung auf der seit Jahrzehnten brach liegenden Trasse im nördlichen Kreis Mettmann einen Geh- und Radweg mit einer Gesamtlänge von 25 km Länge, der sowohl im Alltag eine sichere und komfortable Verbindung für Radfahrer und Fußgänger sein wird, als auch touristisch eine Route mit vielen Highlights im nördlichen Kreis Mettmann darstellt. Insbesondere auf dem Heiligenhauser Streckenabschnitt mit seinen 13 Brücken gibt es interessante Aussichten zu genießen und Ingenieurkunst aus den letzten 100 Jahren in einem breiten Spektrum zu bewundern. Außerdem folgt diese Idee einem Trend der Zeit, denn Bahntrassenradeln auf ehemaligen Bahnstrecken ist eine neue und weit verbreitete Freizeitbeschäftigung vieler Manschen, die immer mehr Anhänger findet. Dabei kommt den Radfahrern entgegen, dass ehemalige Bahntrassen nur wenig Steigung haben. Das Radeln ist daher nicht kraftraubend sondern geht eher entspannt vonstatten.

Während nach umfangreichen Sanierungsarbeiten die beiden denkmalgeschützten Viadukte über der Ruhrstraße eine atemberaubende Aussicht bieten, verblüfft die moderne Waggonbrücke über die Bahnhofstraße mit der Idee einen alten Rungenwagen als Brücke zu nutzen. Die Waggonbrücke wurde im Sommer 2009 eingehoben und steht auf Eisenbahnschienen. Die Brückeneinhebung war ein großes Ereignis mit vielen Zuschauern, das in den Medien bundesweite Beachtung fand. Die Idee einen ehemaligen Eisenbahnwaggon als Brücke zu benutzen, stammt von Dipl. Ing. Ulrich Diehl (Fa. Ahlenberg Ingenieure / Herdecke) Dadurch war es möglich eine Lücke im PanoramaRadweg zu schließen, die es an der Bahnhofsstraße gab. Die Besonderheit an dieser Brücke ist die Seriennummer 1 und ihr einmaliges Konzept, mit einer idealen Kombination aus Radwegführung, Kosteneffizienz, Umweltschutz, Nachhaltigkeit und einer gleichzeitigen und immerwährenden symbolischen Erinnerung an den Bahnverkehr in Heiligenhaus. In der Nähe des ehemaligen Bahnhofs überspannt die Brücke die vielbefahrene Bahnhofstraße. Schon tagsüber ist das Vorhandensein der Waggonbrücke eine ständige Erinnerung an den Bahnverkehr in Heiligenhaus. Sie fügt sich zudem gut in das Stadtbild ein. Mit Hilfe des Energieversorgers RWE wurde die Waggonbrücke illuminiert. Ein Highlight, das auch bei Dunkelheit die Waggonbrücke ins rechte Licht rückt. Viele Besucher kommen von weither um diese Brücke zu sehen, weil sie bisher einmalig in Deutschland ist.
 
Wer nach Natur und Ruhe sucht, wird im nahegelegenen Vogelsangbachtal auch Ruhe und viel Natur finden. Auch kulturelle Angebote in Heiligenhaus, Wülfrath und Velbert werden gerne genutzt. Seien es nun unterschiedlichste Konzerte, Kleinkunst oder größere Veranstaltungen wie das Frühlingsfest oder das Stadtfest „Ab in die Mitte“ in Heiligenhaus. Die kulturellen Angebote in der Region sind abwechselungsreich und vielfältig.

Der PanoramaRadweg selbst, bietet an vielen Stellen interessante Aus- und Einblicke, eben PanoramaAusblicke in die Landschaft. Die einheitliche Gestaltung und Wegweisung erleichtert den ortsfremden Besucher die Orientierung. Über die Region hinaus ist der PanoramaRadweg mit weiteren Radwegen verknüpft, so dass er sich in ein überregionales Netz an Rad- und Wanderwegen einfügt. Wanderer finden in Heiligenhaus und Umgebung übrigens viele Wege und Besonderheiten, die zum Beispiel in einer städtischen Freizeit- und Wanderbroschüre „Heiligenhaus erleben“ beschrieben sind. Die Wanderbroschüre erhalten Sie unter anderem im Bürgerbüro der Stadt Heiligenhaus.

Die Kombinationsmöglichkeiten verschiedenster Angebote und Sehenswürdigkeiten mit dem PanoramaRadweg Niederberg bilden eine ideale Kombination und rücken die Stadt Heiligenhaus, Wülfrath und Velbert und die gesamte Region Niederberg in einen breiten Focus für die Naherholung und den Fahrradtourismus.