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Zahllose Brücken, reizvolle Landschaften und historische Stadtkerne.

Brücken, Brücken, Brücken

Insbesondere auf dem Heiligenhauser Streckenabschnitt mit seinen 13 Brücken gibt es interessante Aussichten zu genießen und Ingenieurkunst aus den letzten 100 Jahren in einem breiten Spektrum zu bewundern. Über die gesamte Strecke des Panoramaradwegs niederbergbahn passieren Sie beachtliche 20 Brücken.

Erste Waggonbrücke Deutschlands

Ansicht des Eisenbahnwaggons der als Brücke dient

Während die beiden denkmalgeschützten Viadukte über die Ruhrstraße eine atemberaubende Aussicht bieten, verblüfft die Waggonbrücke über die Bahnhofstraße mit der Idee einen alten Rungenwagen als Brücke zu nutzen. Die Waggonbrücke Heiligenhaus ist die erste Waggonbrücke Deutschlands. Die Brücke besteht aus einem Eisenbahnwaggon, einem vierachsigem Drehgestell-Flachwagen mit Rungen der Bauart Rgs-w 672 der Deutschen Bahn. Ein Film zur Idee „Waggonbrücke“ von Dipl.-Ing. Ulrich Diehl ist Teil einer Werbekampagne der Ingenieurkammer Bau NRW im Rahmen der Aktion "Kein Ding ohne Ing.".

Angertalbrücke

Historische Abbildung der Angertalbrücke in Schwarzweiß

Die Angertalbrücke über die Flandersbacher Straße in Wülfrath wurde zwischen 1901 und 1903 erbaut. Mit der Eröffnung der 17,2 km langen eingleisigen Nebenstrecke der Angertalbahn am 28. Mai 1903 wurde sie für den Personen- und Güterverkehr von Wülfrath nach Ratingen-West in Betrieb genommen. Nach Einstellung des Personenverkehrs wurden auch die Gleise im Alten Bahnhof Wülfrath 2006 auch für den Güterverkehr stillgelegt. Seitdem wird die Angertalbrücke nicht mehr genutzt.

Brücke Ruhrstraße Nord

Ruhrtalbrücke

Als die Verhandlungen mit den zuständigen preußischen Stellen über den Bau einer Eisenbahnstrecke von Velbert über Heiligenhaus nach Kettwig im Jahre 1898 begannen, besaß Heiligenhaus keine Schienenanbindung. Erst im Oktober 1899 nahm eine Schmalspurbahn von Velbert über Heiligenhaus nach Hösel ihren Betrieb auf, die den Anforderungen jedoch nicht genügen konnte. Die Bemühungen, eine Eisenbahnanbindung politisch durchzusetzen fruchteten 1912. Der Erste Weltkrieg brachte dann einen Baustopp. So waren auch etwa ein Jahrzehnt lang nur Pfeilerstümpfe des Eisenbahnviaduktes an der Stadtgrenze zu Essen-Kettwig zu sehen. Es folgte ein jahrelanger politischer Kampf um den Weiterbau der Teilstrecke Heiligenhaus-Kettwig. Die Brücke mit sechs 20 Meter breiten Bögen wurde schließlich 1925 fertiggestellt. Das Viadukt Ruhrstraße Nord steht unter Denkmalschutz und wurde am 25.06.1990 in die Denkmalliste der Stadt Heiligenhaus aufgenommen.

Brücke Ruhrstraße Süd (Ilpe)

Ruhrtalbrücke mit ganz vielen Menschen drauf

Die Eisenbahnbrücke über die Ruhrstraße stand jahrelang unvollendet da – wie auch der Rest der Strecke nach dem Baustopp 1918. Westlich der Brücke, an der später der Haltepunkt Isenbügel entstehen sollte, hatte die mit dem Bau der Strecke beauftragte Firma Polesky & Zöllner eine tiefe Schneise in der Landschaft hinterlassen. Erst im Februar 1926 konnte an dem Eisenbahnviadukt der letzte der vier 20 Meter breiten Bögen eingewölbt werden. Der weitere Bau erfolgte dann in zügigem Tempo. Von der Eröffnung der Teilstrecke Heiligenhaus-Kettwig Anfang August 1926 bis Ende 1960 befuhren Personen- wie Güterzüge die mächtige Brücke. Anfang 1961 erfolgte die Demontage der Schienen auf der Teilstrecke nach Kettwig. Die Brücke blieb zunächst für Fußgänger passierbar, bis der Eigner Bundesbahn an ihren Enden Mauern errichten ließ. Das aus den 20er Jahren stammende Viadukt zwischen den Stadtteilen Unter- und Oberilp sowie das südliche Pendant an der Stadtgrenze zu Essen war über 50 Jahre nicht passierbar.
Erst im Jahre 2008 begann die Sanierung des Geländers und das Aufbringen einer Guss-Asphaltschicht. Das Bauwerk, nunmehr in Besitz der Stadt Heiligenhaus, konnte kurzzeitig zur Begehung freigegeben werden, bevor von November 2010 bis zum Mai 2011 die Sanierung beendet wurde. Das Viadukt Ruhrstraße Süd steht unter Denkmalschutz und wurde 25.06.1990 in die Denkmalliste der Stadt Heiligenhaus aufgenommen.
Die Ruhrstraßenbrücken Nord und Süd überspannen mit ihren Bögen das Rinderbachtal in über 20 Meter Höhe.

Nach Nord-Westen führt der Radweg bis nach Essen-Kettwig und bietet damit den Anschluss an den Baldeney See. Nach Osten geht die Trasse durch die schöne niederbergische Landschaft in Velbert mit weiteren interessanten Brücken (z.B. das ebenfalls denkmalgeschützte fast 40 Meter hohe Viadukt Eulenbachtal) nach Wülfrath wo die Bahntrasse direkt zum „Zeittunnel“ führt. Ein weiteres Brückenhighlight ist die Brücke Hefelmann-Park. Sie wurde um 1915 erbaut und fasziniert durch ihre wunderschöne Geländer-Ornamentik.

Der Baldeneysee beginnt in Essen-Werden und ist zwischen E-Kettwig und E-Werden über den Ruhrtalradweg erreichbar.

Saubrücke

Saubrücke
Saubrücke

Die Saubrücke ist die bekannteste Brücke in Velbert.
Ihren Namen hat sie nach dem unterhalb liegenden Gelände „ In der Sau“. Der gleichnamige Gutshof wurde 1965 abgerissen.
Die Bauarbeiten für die Brücke begannen 1913. Die Betriebsaufnahme der Bahnstrecke erfolgte jedoch erst 1924 für den Güterverkehr und 1925 wurde sie auch für den Personenverkehr freigegeben.
Die Brücke, die mit sieben Pfeilerbögen und einer Spannweite von jeweils etwa 20 Metern das Tal unter ihr überspannt, weist eine Länge von 168 Metern auf. Das Außenmauerwerk der Brücke ist komplett aus Bruchsteinen gebaut und der Kern mit Beton verfüllt. Mit einer Höhe von 40 Metern war sie die höchste Natursteinbrücke der ehemaligen preußischen Rheinprovinz.
Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke endete 1960. Danach wurde der Gütertransport noch über 30 Jahre fortgesetzt, bis 1994 der letzte offizielle Güterzug die Brücke befuhr. Die Nutzung endete mit der Stilllegung der Niederbergbahn, die 2006 erfolgte.
Seit der Eröffnung des Radwegs am 16. Juli 2011 wird die Saubrücke wieder genutzt.

(Quellen: Wikipedia, "Velberter Brücken Geschichten" von  Dieter Klemp)